Pressespiegel HAZ vom 26.2.2010
Grüne kündigen Proteste an
Die Grünen, der Naturschutzbund und Bürger wollen gemeinsam gegen den geplanten Schweinemastbetrieb in Argestorf protestieren. Landwirt Jan-Philip Noltemeyer beteuert, alle gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Von GERKO Naumann Argestorf.
Die Wennigser Grünen wollen den Bau eines Schweinemastbetriebes mit 1936 Tieren in der Argestorfer Feldmark verhindern. Sie hatten für Dienstag einen Informationsabend in der Gaststätte Pinkenburg organisiert. Nach Angaben der Fraktionsvorsitzenden Christina Müller-Matysiak befürchten die Grünen, dass Natur und Landschaft unter dem Bauvorhaben leiden. „Wir prangern auch die unwürdige Tierhaltung an“, sagte Müller-Matysiak.
Christian Meyer, Sprecher für Landwirtschaft und Tierschutz der Grünen im Landtag, unterstützt die Wennigser Grünen. Er empfahl ihnen, unabhängige Experten zu Rate zu ziehen. „Um Erfolg zu haben, sind stichhaltige Argumente und Gutachten nötig“, sagte er. Auch eine Unterschriftensammlung und eine Demonstration sowie eine Petition im Landtag seien denkbar.
Der Unterstützung des Naturschutzbundes Wennigsen können sich die Grünen gewiss sein. „Wir sehen uns als Sprachrohr der Anwohner, die gegen das Bauvorhaben sind“, sagte der Vorsitzende Gerhard Krick.
Rund 40 Bürger waren zu der Veranstaltung gekommen, um ihren Unmut zu äußern. „Ich kann meinen drei Töchtern nicht erklären, warum Tiere unter so miserablen Bedingungen leben müssen“, sagte Peter Hebach-Exner. Detlef Krüger-Nedde ergänzte: „Ich will bei meinen Radtouren nicht auf ein riesiges Güllesilo blicken müssen.“ Noltemeyer sieht den möglichen Protesten gelassen entgegen. Auf Anfrage sagte er, dass er sich an alle gesetzlichen Vorgaben halten werde. Als konventionell produzierender Bauer sei es immer schwieriger, wirtschaftlich zu arbeiten. Um überleben zu können, müsse er seinen Betrieb erweitern.
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