Pressespiegel HAZ vom 20.02.2010
Region weist Laverana als Verursacher aus
wennigsen. Ein Protokoll der Region Hannover weist die Firma Laverana oder einen Anlieferer als Verursacher der Gewässerverunreinigung aus, die Spaziergänger vor zwei Wochen in einem Zulauf des Wennigser Mühlbachs entdeckten. Auf dem Wasser schwamm eine Schaumkrone. Das Biokosmetikunternehmen weist dagegen weiterhin jede Schuld von sich und will mit dem Vorfall nicht in Verbindung gebracht werden. Die Region hatte sich mit einer offiziellen Schuldzuweisung ebenfalls zurückgehalten. Erst eine Anfrage der Grünen in der Region hat zu einer Stellungnahme geführt, die in Richtung Laverana weist. Dabei ist auch bekannt geworden, dass es bereits im Juli 2009 einen Unfall mit Flüssigkeiten gegeben hatte. mm
Vorfall ist wohl nicht der erste
Die Region vermutet die Ursache der Verunreinigung eines Zulaufs des Wennigser Mühlenbachs auf dem Gelände der Firma Laverana. von michael hemme wennigsen. Zu der starken Schaumbildung, die Spaziergängern am 5. Februar aufgefallen war, hat die für Gewässerschutz zuständige Region eine Erklärung abgegeben. Sie reagierte damit auf die Anfrage des umweltpolitischen Sprechers der Regionsfraktion der Grünen, Ulrich Schmersow. „Die Ursache kommt aus dem Bereich der Firma Laverana. Es konnte allerdings nicht geklärt werden, wo genau etwas ausgelaufen ist. Daher können andere Einleiter nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden“, erklärte die Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region, Sonja Papenfuß, bereits am Dienstag in einer Ausschusssitzung. Die Region habe vier Wasserproben gezogen und ein Labor mit der Untersuchung auf Tenside beauftragt, teilt Sprecher Klaus Abelmann mit. „Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.“ Unabhängig davon habe die Firma Laverana ein Ingenieurbüro beauftragt, das die Entwässerungssituation überprüfen und Vorschläge für eine Erhöhung der Sicherheit im Umladebereich des Unternehmens unterbreiten soll. Die Geschäftsleitung des Biokosmetikherstellers die gestern auf einer Fachmesse in Nürnberg war, hat mitteilen lassen, dass die Verunreinigung nicht von dem Unternehmen stamme. Dies hätten erste Untersuchungen klar ergeben. Aus einem Protokoll des Fachbereichs Umwelt der Region, das der Calenberger Zeitung vorliegt, geht jedoch hervor, dass der Schaum in der gesamten Verrohrung aus den Grundstücksentwässerungsanlagen der Firma Laverana gefunden wurde. Laut Protokoll habe die Firmenleitung daraufhin die Produktion gestoppt und Arbeiten einer Sanitärfirma im Haus für den Vorfall verantwortlich gemacht. Weiter geht aus dem Protokoll hervor, dass es bereits am 19. Juli 2009 einen Unfall auf der Hoffläche gegeben hat, bei dem Flüssigkeiten ausgelaufen waren. Die Unternehmensleitung habe daraufhin Schulungen für die Mitarbeiter angekündigt. Unabhängig von diesen Vorfällen lässt die Region Wasser aus dem Mühlbach von Experten in Leipzig untersuchen. In dem Gewässer war bei Evestorf das Fehlen des Bachflohkrebses aufgefallen, der als Indikator für die Gewässergüte gilt.
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