Pressemitteilung 07.04.2010
von Marianne Malten
Ratsfrau Müller-Matysiak:
„Landwirten müssen Alternativen zu konventioneller Tierhaltung geboten werden“
Grüne und Nabu planen Aktionen zur Verbraucheraufklärung/
fraktionsübergreifende Beteiligung
Der Ortsverband von Bündnis ’90/Die Grünen und der Nabu Wennigsen sehen weitere Informationsabende vor zum Thema ganzheitliche Landwirtschaft. Durch die in Argestorf geplante Mastanlage für 1936 Schweine „fallen pro Jahr 2400 Tonnen Gülle und sieben Tonnen Ammoniak an“, betonte der Nabu-Vorsitzende, Gerhard Krick. Bis Dienstag, 20. April, wird der Nabu Unterschriften sammeln, um sie in der Einwohnerfragestunde dem Umweltausschuss der Regionsversammlung vorzulegen.
„Ziel weiterer Info-Abende ist es, Landwirten Alternativen zu konventioneller Landwirtschaft aufzuzeigen und sie dann zu unterstützen“, sagte Christina Müller-Matysiack. Es sind Filmvorführungen und Vorträge geplant, in denen es um Ernährungsfragen, Tierschutz und um Volksgesundheit gehen wird.
„Die Verbraucher sollten sich ihres Einflusses bewusst werden, um sich gegen agro-industrielle Anlagen zu wehren“, betonte der umweltpolitische Sprecher der Regionsgrünen, Ulrich Schmersow. Als Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Naherholung wird Schmersow überprüfen, welche Kompensationsmaßnahme für die Stallanlage geplant ist. „Laut Naturschutzrecht muss sich der Betreiber der geplanten Mastanlage an die Eingriffsregelung halten und durch Bepflanzung oder Renaturierung für einen Ausgleich sorgen“, sagte Schmersow bei dem Informationsabend in der Pinkenburg.
An dem Grünentisch nahmen etwa 50 Personen teil. Unter den interessierten Bürgern waren Landwirte, Vegetarierinnen, Gegner von Massentierhaltung und Politikerinnen verschiedener Fraktionen.
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