Aus der Ratsarbeit / Laverana
Bevor die Wennigser Ratsmitglieder eine Entscheidung über einen neuen Standort für die Firma Laverana treffen, soll der Biokosmetikherstellers den Fraktionen seine konkreten Pläne vorstellen. von Michael Hemme wennigsen.
Die Suche nach einem neuen Standort für die Laverana-Erweiterung wird von den Fraktionen zum Teil skeptisch verfolgt. „Jetzt ist Herr Haase am Zuge“, sagt die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Sigrid Röhrbein. Der Laverana-Chef müsse nun konkrete Pläne auf den Tisch legen. Noch könne sie nicht sagen, ob sie einen neuen Standort mitten in der Feldmark mittragen werde, sagt Röhrbein. Mit der Zustimmung für die geforderte Hallenhöhe von 19 Metern sei die SPD „schon durch einen brennenden Reifen gesprungen“. Auch die CDU-Fraktion will erst weitere Informationen abwarten. Das Gelände, dass jetzt im Gespräch ist, liege noch sechs Meter höher als das vorherige an der S-Bahn-Linie. „Wir sind sehr skeptisch, ob das der richtige Standort ist“, sagt der Fraktionsvorsitzende Eike Werner. Auch eine Gebäudelänge von 330 Metern passe unter Umständen nicht in die Landschaft am Deister. Werner hält Gewerbeflächen in Evestorf an der B?217 und in Holtensen, Im Büntefeld, für geeigneter. Ebenso melden die Grünen erhebliche Bedenken gegen einen „Satelliten in der freien Landschaft an“, wie Bernd Mros sagt. Bereits für den jetzt verworfenen Standort hätte seine Fraktion eine Fotosimulation gefordert, um sich die Ausmaße vorzustellen. Die Grünen hatten im Oktober als einzige gegen die vom Unternehmen geforderte Hallenhöhe von 19 Metern gestimmt. Manfred Klingebiel, Sprecher der Anwohner des Wehwegs, will die weitere Entwicklung abwarten. „Wir haben zuletzt stillgehalten“, sagt er. Die Anwohner machen sich für Lärmschutz stark, weil sie starken Anlieferverkehr befürchteten. In Degersen hat sich Widerstand von Anwohnern formiert, die das Landschaftsbild gefährdet sehen.
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